Neue*r ESG Pfarrer*in gesucht

Ihr seid auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? Ihr kennt eine*n Pastor*in, die in einer Studierendengemeinde perfekt aufgehoben wäre? Dann los! Die ESG Göttingen sucht zum 01.11.2020 eine*n neue*n Hochschulpastor*in. Die Stellenausschreibung findet ihr auf der Website der Landeskirche Hannover/Service/Freie Pfarrstellen. Bei weiteren Fragen könnt ihr euch auch gerne an Daniel Küchenmeister wenden.

Vollversammlung der ESG 2020 vom 16.9. bis 18.9.2020 digital

Wenn du Lust hast, melde dich an bei esg@esg-goettingen.de. Zugleich bitte auch bei der Bundes-ESG anmelden: https://www.bundes-esg.de/vv2018/ (nicht wundern über 2018)

Donnerstags, 11.00 Uhr: „heaven@11“ - in den Semesterferien nur jede 4. Woche

ESG_mit_Luftballons

Endlich Semesterferien!

Wir wünschen euch eine fröhliche Zeit und freuen uns auf ein Wiedersehen im WS in den neuen Räumen im Nikolausberger Weg!

Herzlich Willkommen

Du hast Lust Musik zu machen, gemeinsam aktiv zu werden oder dich zu engagieren? Alle Angebote findest du unter:

/esg/mitmachen

Natürlich haben wir in allen Lebenslagen ein Ohr für dich. Alle Beratungsmöglichkeiten findest du unter:

/esg/seelsorge

Ab September ist die neue FSJ Stelle frei!

Du hast Zeit viel, weil im Moment keine Schule stattfindet? Dann ist das eine gute Gelegenheit, sich mit dem zu beschäftigen, was du nach der Schule machen willst – wie wäre es mit dem FSJ in der St. Johannis- und Hochschulgemeinde. Es bietet dir die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Berufsleben zu machen und dazu Kontakt mit Studierenden und der Universität aufzubauen!

https://www.esg-goettingen.de/Freiwilliges-Soziales-Jahr

Sendung vom 16.07.2020

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In der 15. Ausgabe von „Heaven@11“, am Donnerstag, 16. Juli, erwartet die Zuhörer eine Andacht von Superintendent Friedrich Selter zum Thema "Sommerferien". Sommerlich wird es auch in unserem Interview mit Karola Wehmeier. Die Pastorin arbeitet für zwei Wochen als Urlaubsseelsorgerin in Harlesiel am Strand. Für alle Studierenden ist es mittlerweile normal - das Gendern. Das gefällt aber nicht jedem Geistlichen in Niedersachsen, wie Katja Jacob in ihrem Bericht über Pastor Olaf Latzel aus Bremen zeigt. Peter-Paul König von der Katholische Hochschulgemeinde Göttingen stellt das katholische Projekt Hoffnungsbriefe vor. Außerdem in der Sendung: Veranstaltungshinweise. Moderiert wird diese Ausgabe von Aneke Dornbusch, Promovendin im Fach Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät in Göttingen.

„Aufgewacht und angedacht“ am Mittwoch, den 08. Juli

Freie Unfreiheit

von Gilda Stechhan

Erdbeeren, Kirschen, Freibad. Eis, mit Freunden grillen, lange Abende im Park. Das ist für mich Sommer. Dieses Jahr ist er irgendwie anders. Es ist warm, die Sonne scheint, Erdbeeren und Kirschen gibt es auch. Und trotzdem will sich das Gefühl von Sommer bei mir nicht recht einstellen. Ich habe immer Angst, dass es gleich wieder kalt wird, ich meine Pullis und dicken Socken rausholen muss und im grauen Winterblues gefangen bin. Ich fühle mich manchmal eingegrenzt von den Verboten und Geboten, ich bin unsicher. Frei und unfrei zu gleich, hin und hergerissen zwischen Sommer und Winter. Ich kann kein Ende sehen, und sehne mich doch so sehr nach Normalität.

Da sind Menschen: Hunderte, tausende, die sich nach Freiheit gesehnt haben, nach Selbstbestimmung, nach dem Ende der Sklaverei. Und als diese da ist merken sie: wir sind nicht frei, wir haben einen langen Weg vor uns, der uns durch die Wüste führt, durch Versuchungen. Ein Weg der uns Gesetze aufzwingt und der eine lange Durststrecke für uns bereithält. Da ist ein Gefühl der freien Unfreiheit. Mose führt durch die Wüste, spricht Mut zu, verspricht, dass alles gut wird. Da sind Zweifel an dem Gott, der sie befreit hat und der schon bei ihren Vätern und Müttern war. Die Wanderung ist so lang, da ist so wenig Gutes auf ihrem Weg und irgendwie fehlt das Gefühl von Neuanfang.

1964. USA. Menschen dürfen sich endlich frei bewegen, in Restaurants mit anderen Menschen zusammensitzen, zur gleichen Schule gehen, dieselben Toiletten benutzen. Das war ein langer Weg, ein Weg, der Träumer brauchte und Menschen, die sich trauten, zu sprechen. Die Realität sieht anders aus. Es gibt immer noch Menschen, die die Straßenseite wechseln, die jede Bewegung kritisch beäugen, die nicht antworten, wenn jemand, der sich in einem winzigen Detail von ihrem Weltbild unterscheidet, sie etwas fragt. Menschen gehen auf die Straße, kämpfen um ihre Freiheit, haben in all den Jahrhunderten von Ungerechtigkeit nicht die Hoffnung aufgegeben. Sie wollen diese freie Unfreiheit hinter sich lassen.

Da ist einer, der mich begleitet, der für mich da ist, der mir verspricht, dass es ein schöner Sommer wird; nur etwas anders. Jemand, der mir gut zuredet, der mit mir Eis Essen geht, der auf meinen Spaziergängen neben mir ist, der die Kirschen süßer und die Sonne wärmer scheinen lässt. Der mir Unsicherheit nimmt und mir Freiheit schenkt, wenn ich es zulasse.

Da ist einer, der zu seinem Volk steht, der nicht aufgibt. Immer neue Chancen eröffnet. Der in guten wie in schlechten Zeiten da ist. Der Treue verlangt und Gebote erlässt. Sie sollen ein gutes Miteinander fördern. Sie sollen das Volk, dass im Finstern wandelt zum Licht führen. Sie sind der Wegweiser durch die Wüste. Er begleitet sein Volk immer, egal wo hin, er ist bei ihnen alle Tage. Auch wenn der Weg lang war, hat er immer zu ihnen gestanden, das verstehen die Wüstenwanderer dann auch.

Da ist einer, für den sind alle Menschen gleich, der macht keinen Unterschied. Er schenkt Hoffnung auf Freiheit und Gleichheit. Er sieht die Menschen, nimmt sie in ihrer Verschiedenheit an und verurteilt keinen. Er hält die Hoffnung hoch, dass sich die Welt ändert. Aus 40 Jahren Wüste ist für zu viele Menschen ein sehr langer harter Weg geworden. Aber die Welt ist im Wandel, Plätze werden umbenannt, Statuen gestürzt, da beginnt ein Umdenken. Da ist die Hoffnung nicht verloren.

An einer Schule in Jordanien steht der Spruch: Freedom is a state of mind. Freiheit ist eine Geisteshaltung. Nicht nur von mir, nicht nur im Kopf einer einzelnen Wüstenwanderin, nicht nur im Kopf eines Träumers. Sondern in unser aller Köpfen. Respekt füreinander, die Freiheiten des anderen wahrnehmen und vor allem hoffen, dass da einer ist, der uns alle befreit hat.

Amen.

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